Rahmenübereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten

Religionsfreiheit

In seinem Artikel 8 enthält das Rah­menübereinkom­men des Europarats zum Schutz nationaler Min­der­heit­en aus­führliche Vorschriften zum Schutz der Reli­gions­frei­heit.

Sorbische Liebfrauenkirche in Bautzen© Manecke</small

Sor­bis­che Liebfrauenkirche in Bautzen   © Manecke

 

Artikel 8 des Rah­menübereinkom­mens vere­inigt damit in ein­er einzi­gen Bes­tim­mung ver­schiedene Ele­mente aus den Absatzen 32.2, 32.3 und 32.6 des Kopen­hagen­er Doku­ments der KSZE.

Diese in Artikel 8 des Rah­menübereinkom­mens gewährleis­tete Reli­gions­frei­heit gilt selb­stver­ständlich für alle Men­schen, und Ange­hörige ein­er nationalen Min­der­heit soll­ten sie nach Artikel 4 eben­falls geniessen. In Anbe­tra­cht der Bedeu­tung dieser Frei­heit im vor­liegen­den Zusam­men­hang wurde es jedoch als beson­ders ange­bracht erachtet, sie im Rah­menübereinkom­men nochmals eigens her­vorzuheben.

Artikel 8 [Religionsfreiheit]

Die Ver­tragsparteien verpflicht­en sich anzuerken­nen, daß jede Per­son, die ein­er nationalen Min­der­heit ange­hört, das Recht hat, ihre Reli­gion oder Weltan­schau­ung zu bekun­den sowie religiöse Ein­rich­tun­gen, Organ­i­sa­tio­nen und Vere­ini­gun­gen zu grün­den.