Das Rah­men­über­ein­kom­men als Staa­ten­ver­pflich­tung

Zweisprachiges Türschild am Brandenburger Landtag

Das Rah­men­über­ein­kom­men des Euro­pa­rats zum Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten begrün­det weder indi­vi­du­el­le noch kol­lek­ti­ve Rech­te son­dern Staa­ten­ver­pflich­tun­gen. In Anbe­tracht der Ver­schie­den­ar­tig­keit der Gege­ben­hei­ten und der Viel­falt der zu lösen­den Pro­ble­me wur­de die Form eines Rah­men­über­ein­kom­mens gewählt, das im wesent­li­chen pro­gram­ma­ti­sche Bestim­mun­gen ent­hält, in denen die Zie­le genannt wer­den, zu deren Ver­fol­gung

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Glie­de­rung des Rah­men­über­ein­kom­mens

Europa-Flagge

Außer der Prä­am­bel ent­hält das Rah­men­über­ein­kom­men fünf Abschnit­te: Abschnitt I (Arti­kel 1 – 3) ent­hält Bestim­mun­gen, die in all­ge­mei­ner Wei­se bestimm­te wesent­li­che Grund­sät­ze fest­le­gen, die der Ver­deut­li­chung der ande­ren mate­ri­el­len Bestim­mun­gen des Rah­men­über­ein­kom­mens die­nen kön­nen. Die Grund­sät­ze in Abschnitt I sind all­ge­mei­ner Art. Sie die­nen der Ver­deut­li­chung der ande­ren mate­ri­el­len Bestim­mun­gen

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Min­der­hei­ten­rech­te und Men­schen­rech­te

Europarat, Palais de l'Europe

Arti­kel 22 des Rah­men­über­ein­kom­mens des Euro­pa­rats zum Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten, die sich an Arti­kel 60 EMRK anlehnt, legt einen bekann­ten Grund­satz dar. Er soll sicher­stel­len, dass Ange­hö­ri­ge natio­na­ler Min­der­hei­ten die jeweils für sie güns­tigs­ten inner­staat­li­chen oder inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­vor­schrif­ten in Anspruch neh­men kön­nen. Arti­kel 22 des Rah­men­über­ein­kom­mens ver­deut­licht in Anleh­nung an

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Min­der­hei­ten­schutz als Men­schen­recht

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

Arti­kel 1 des Rah­men­über­ein­kom­mens ent­hält den Grund­satz: Die Reche von Ange­hö­ri­gen natio­na­ler Min­der­hei­ten sind Teil der inter­na­tio­nal aner­kann­ten Men­schen­rech­te. Der Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten und der Rech­te und Frei­hei­ten ihrer Ange­hö­ri­gen stellt damit eine inter­na­tio­na­le Ange­le­gen­heit dar. Kein Staat ist unter Beru­fung auf das völ­ker­recht­li­che Nicht­ein­mi­schungs­ver­bot berech­tigt, den Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten und

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Prä­am­bel

Europarat, Parlamentarische Versammlung

Die Prä­am­bel des Rah­men­über­ein­kom­mens des Euro­pa­ra­tes zum Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten erläu­tert die Grün­de für die Aus­ar­bei­tung die­ses Rah­men­über­ein­kom­mens und legt bestimm­te grund­sätz­li­che Anlie­gen sei­ner Ver­fas­ser dar. Schon die ein­lei­ten­den Wor­te las­sen erken­nen, dass die­se Über­ein­kunft auch von Staa­ten, die nicht Mit­glied des Euro­pa­ra­tes sind, unter­zeich­net und rati­fi­ziert wer­den kann (sie­he

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Ver­hält­nis zur Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on

Europarat, Parlamentarische Versammlung

In sei­nem Arti­kel 23 behan­delt das Rah­men­über­ein­kom­men des Euro­pa­rats zum Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten sein Ver­hält­nis zur Kon­ven­ti­on zum Schut­ze der Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten, auf die bereits in der Prä­am­bel des Rah­men­über­ein­kom­mens Bezug genom­men wird. Das Rah­men­über­ein­kom­men zum Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten kann die in der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on garan­tier­ten Rech­te und Frei­hei­ten

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Ziel­set­zung und Kon­zept des Rah­men­über­ein­kom­mens

Europarat, Palais de l'Europe

Das Rah­men­über­ein­kom­men ist die ers­te rechts­ver­bind­li­che mehr­sei­ti­ge Über­ein­kunft, die dem Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten im all­ge­mei­nen gewid­met ist. ihr Ziel ist, die Rechts­grund­sät­ze näher dar­zu­le­gen, zu deren Ein­hal­tung die Staa­ten sich ver­pflich­ten, um den Schutz natio­na­ler Min­der­hei­ten sicher­zu­stel­len. Der Euro­pa­rat ist damit dem Auf­trag in der Wie­ner Erklä­rung gefolgt, die von

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